Eigenheimversicherung Vergleich 2026

Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und Elementarschäden – anders als die Haushaltsversicherung, die den Inhalt deckt. Für Hausbesitzer sind beide sinnvoll und werden oft im Paket angeboten.

Die Eigenheimversicherung deckt Schäden am Gebäude – die Haushaltsversicherung dagegen den beweglichen Inhalt. Hausbesitzer brauchen in der Regel beides.

Was ist gedeckt?

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Sturm und Hagel
  • Leitungswasser (Rohrbruch)
  • Elementar (Überschwemmung, Erdrutsch – oft begrenzt/optional)
  • Meist inkludiert: Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Worauf achten?

  • Versicherungssumme am Neubauwert orientieren (Unterversicherung vermeiden).
  • Elementardeckung und Höchstgrenzen prüfen (Hochwasserzonen).
  • Kombi-Rabatt mit der Haushaltsversicherung nutzen.

Was kostet eine Eigenheimversicherung? (2026)

Die Prämie richtet sich vor allem nach der Versicherungssumme, der Bauart und der Lage des Hauses. Als grober Richtwert liegen die Kosten bei rund 15 bis 20 Euro pro Monat, also etwa 180 bis 240 Euro pro Jahr (Quelle: INFINA, Arbeiterkammer). Je nach Alter des Gebäudes, Bauweise, Ausstattung und Risikozone kann die Prämie aber deutlich abweichen – ein großzügiges Einfamilienhaus in einer Hochwasserzone kostet mehr als ein kompakter Neubau in unkritischer Lage. Ein Kombivertrag mit der Haushaltsversicherung ist in der Regel günstiger als zwei getrennte Einzelpolizzen und deckt Gebäude und Inhalt in einem Paket ab.

So wird die Versicherungssumme berechnet

Gebäude werden üblicherweise zum Neubauwert (Wiederbeschaffungswert) versichert. Im Schadensfall werden also die Kosten ersetzt, die für die Wiederherstellung des Zustands vor dem Schaden nötig sind – vorausgesetzt, die Versicherungssumme entspricht dem tatsächlichen Neubauwert. Die Summe errechnet sich meist aus verbauter Fläche, Anzahl der Stockwerke und Ausstattungskategorie. Eine zu niedrig gewählte Summe führt zur Unterversicherung: Dann ersetzt die Versicherung auch einen Teilschaden nur anteilig. Achten Sie deshalb auf eine automatische Wertanpassung (Baukostenindex), damit die Versicherungssumme mit den steigenden Baupreisen mitwächst und die Unterversicherung vermieden wird.

Elementarschäden & Naturgefahren

Die Standarddeckung umfasst die klassischen Gefahren; Naturkatastrophen sind dagegen häufig nur begrenzt oder als Zusatzbaustein versichert:

GefahrDeckung
Feuer, Blitzschlag, ExplosionStandard
Sturm & HagelStandard
Leitungswasser / RohrbruchStandard
Hochwasser, Überschwemmung, Erdrutsch, Lawine, SchneedruckElementarbaustein – oft nur bis zu einer Höchstsumme
Haus- & Grundbesitzerhaftpflichtmeist inkludiert

In ausgewiesenen Gefahrenzonen (siehe die HORA-Naturgefahrenkarte) ist die Elementardeckung häufig gedeckelt oder eingeschränkt. Prüfen Sie die Sublimits genau, wenn Ihr Grundstück in einer Hochwasser- oder Rutschungszone liegt – gerade hier entscheidet die Höhe der Elementarsumme über den tatsächlichen Schutz.

Eigenheim oder Haushalt – wer braucht was?

Die Eigenheimversicherung deckt das Gebäude selbst (Mauern, Dach, fest verbaute Technik), die Haushaltsversicherung den beweglichen Inhalt (Möbel, Elektronik, Kleidung). Als Hauseigentümer brauchen Sie in der Regel beides; als Mieter genügt meist die Haushaltsversicherung. Beim Neubau schützt zusätzlich eine Rohbau- bzw. Bauwesenversicherung das Gebäude bis zur Fertigstellung.

Häufige Fehler – worauf achten?

  • Unterversicherung durch eine veraltete, nicht indexierte Versicherungssumme.
  • Elementardeckung übersehen oder zu niedrige Sublimits in Risikozonen.
  • Bei Neubau die Rohbau-/Bauwesenversicherung vergessen.
  • Photovoltaikanlage nicht mitversichert – lässt sich oft günstig als Baustein einschließen.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus 2026

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit rund 150 m² Wohnfläche liegt die Jahresprämie einer Eigenheimversicherung meist im Bereich von etwa 180 bis 240 Euro (rund 15 bis 20 Euro pro Monat). Kommt ein umfassender Elementarbaustein für Hochwasser, Erdrutsch oder Schneedruck hinzu, steigt die Prämie je nach Risikozone entsprechend. Entscheidend für den Preis ist die am Neubauwert orientierte Versicherungssumme – sie bestimmt zugleich, wie viel im Totalschadenfall tatsächlich ersetzt wird.

Rohbau- und Bauwesenversicherung beim Neubau

Wer neu baut, sollte das Gebäude schon während der Bauphase absichern. Die Rohbauversicherung deckt bis zur Bezugsfertigstellung die Gefahren Feuer, Elementarschäden (sobald Dach und sämtliche Öffnungen geschlossen sind) sowie die Haftpflicht für Haus- und Grundbesitz ab. Häufig ist dieser Schutz für eine begrenzte Bauzeit beitragsfrei mitversichert, wenn die spätere Eigenheimversicherung beim selben Anbieter abgeschlossen wird.

Sinnvolle Zusatzbausteine

  • Glasbruch für Fenster, Wintergärten und Glasflächen.
  • Photovoltaikanlage gegen Sturm, Hagel, Feuer und Elektronikschäden.
  • Erweiterte Elementardeckung inklusive Rückstau aus dem Kanal.
  • Schwimmbecken, Gartengeräte und Nebengebäude, sofern nicht bereits eingeschlossen.

Im Schadensfall richtig handeln

Melden Sie einen Schaden unverzüglich an den Versicherer – die rechtzeitige Schadenmeldung ist eine vertragliche Obliegenheit. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos, bewahren Sie beschädigte Teile nach Möglichkeit auf und ergreifen Sie zumutbare Maßnahmen zur Schadenminderung (etwa das Abstellen des Wassers bei einem Rohrbruch). So vermeiden Sie Leistungskürzungen wegen einer Obliegenheitsverletzung.

Bauart, Dach und Lage als Preisfaktoren

Der Preis einer Eigenheimversicherung hängt stark von den baulichen Merkmalen ab. Massivbauten gelten als weniger brandanfällig und sind daher oft günstiger zu versichern als Leichtbau- oder Holzkonstruktionen. Besondere Dacheindeckungen wie Reet oder Stroh erhöhen wegen des höheren Brandrisikos die Prämie. Auch die Lage spielt eine große Rolle: Grundstücke in Hochwasser-, Lawinen- oder Rutschungszonen führen zu höheren Prämien oder eingeschränkter Elementardeckung. Nebengebäude, Garagen und Pools sollten ausdrücklich in die Versicherungssumme einbezogen werden.

Grobe Fahrlässigkeit und typische Ausschlüsse

Wie bei der Haushaltsversicherung sollte auch die Eigenheimversicherung Schäden durch grobe Fahrlässigkeit möglichst zu 100 % abdecken – etwa ein vergessener, überlaufender Wasserhahn. Typischerweise ausgeschlossen sind dagegen Schäden durch normale Abnutzung, Baumängel und Vorsatz. Prüfen Sie außerdem, ob Schäden durch Rückstau aus dem Kanal oder durch Grundwasser gedeckt sind – diese sind häufig nur über einen erweiterten Elementarbaustein versichert.

Regelmäßig prüfen und anpassen

Die Eigenheimversicherung ist kein „Abschließen und Vergessen“. Nach jedem größeren Um- oder Ausbau – etwa einem Wintergarten, einem Dachausbau, einer neuen Heizungsanlage oder einer Photovoltaikanlage – steigt der Neubauwert, und die Versicherungssumme muss entsprechend angehoben werden, um Unterversicherung zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass die vereinbarte Wertanpassung (Baukostenindex) aktiv ist. Ein Prämien- und Leistungsvergleich alle ein bis zwei Jahre lohnt sich auch hier, weil die Unterschiede zwischen den Anbietern beträchtlich sind.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

In der Eigenheimversicherung ist meist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht enthalten. Sie deckt Schäden, die Dritten durch Ihr Grundstück oder Gebäude entstehen – etwa wenn jemand auf dem nicht geräumten Gehweg stürzt, eine Dachlawine ein parkendes Auto beschädigt oder ein morscher Baum auf das Nachbargrundstück fällt. Da solche Personenschäden sehr teuer werden können, sollte die Haftpflichtsumme großzügig bemessen sein. Prüfen Sie, ob diese Deckung im Tarif bereits enthalten ist oder separat vereinbart werden muss.

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Häufige Fragen

Eigenheim- oder Haushaltsversicherung?
Die Eigenheimversicherung deckt das Gebäude, die Haushaltsversicherung den Inhalt. Als Hauseigentümer brauchen Sie beides – oft gibt es sie im günstigeren Kombipaket.
Sind Hochwasserschäden gedeckt?
Nur über den Elementarbaustein und meist nur bis zu einer Höchstsumme; in ausgewiesenen Hochwasserzonen ist die Deckung eingeschränkt. Prüfen Sie die Bedingungen genau.
Was kostet eine Eigenheimversicherung?
Als grober Richtwert rund 15 bis 20 Euro pro Monat, also etwa 180 bis 240 Euro pro Jahr. Die tatsächliche Prämie hängt stark von Versicherungssumme, Bauart, Ausstattung und Lage des Hauses ab.
Wie wird die Versicherungssumme berechnet?
In der Regel zum Neubauwert (Wiederbeschaffungswert), abgeleitet aus verbauter Fläche, Anzahl der Stockwerke und Ausstattungskategorie. Eine Wertanpassung per Index schützt vor Unterversicherung, wenn die Baukosten steigen.
Ist die Eigenheimversicherung Pflicht?
Gesetzlich nein. Kreditgebende Banken verlangen aber häufig zumindest eine Feuerversicherung des Gebäudes als Voraussetzung für die Finanzierung.
Kann ich die Photovoltaikanlage mitversichern?
Oft ja – viele Eigenheimversicherungen bieten einen PV-Baustein, der günstiger sein kann als eine eigene Photovoltaikversicherung. Ein Vergleich lohnt sich.
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